Unterwäsche – kein abgeschlossenes Thema

19. Sep, 2011 von zkop_mob

Nach wie vor ist Unterwäsche, gewöhnlich als auch im Erotik Bereich, ein sehr gefragtes ThemaIn der Geschichte der Menschheit gibt es immer wieder Zeiten, in denen man glaubte, dass alles schon entdeckt und erfunden sei. So waren sich zum Beispiel zum Ende des 19. Jahrhunderts viele Fachleute einig, dass die Physik so gut wie erforscht sei, bis Albert Einstein mit seinen Ideen alles wieder umstieß. Ähnliches lässt sich auch über bestimmte Produkte sagen. Unterwäsche gehört zum Beispiel in diese Kategorie. Zwar erfreuen uns große Hersteller wie Triumph, Chantelle oder Lejaby ebenso wie kleine Designermarken jedes Jahr aufs Neue mit aufregenden Designs und frischen Farben, wirkliche Innovationen scheinen jedoch Fehlanzeige. Doch ein kleiner Exkurs zeigt, dass auch im Bereich Unterwäsche noch nicht alle Messen gesungen sind.

Unterwäsche fürs All

Teflon ist das Schlagwort, wenn es darum geht, wie Erfindungen aus der Raumfahrt das Leben auf der Erde verbessern. Wer sich etwas näher mit dem Thema beschäftigt, wird bald herausfinden, dass der beständige Kunststoff zu unrecht als „kosmisches“ Nebenprodukt beworben wird, denn bereits 1938 synthetisierte der amerikanische Chemiker Roy Plunkett die Substanz. Ganz anders sieht dies aber bei der so genannten J-Wear aus, denn die wurde extra für den Einsatz im Weltraum erfunden. Das J steht dabei für Japan, denn japanische Wissenschaftler entwickelten die Hightech-Unterwäsche und -Socken für das Raumfahrtprogramm ihres Landes. Basis der J-Wear ist ein mit Silber behandelten Textilgemisch aus Baumwolle und Polyester. Dank der antibakteriellen, geruchsneutralisierenden und Feuchtigkeit absorbieren Eigenschaften kann die Unterwäsche bis zu einem Monat getragen werden, ganz ohne hygienische Bedenken.

Druck Dir einen BH

Eine Erfindung der 1980er Jahre ist das sogenannte Rapid Prototyping. Wie der Name schon sagt, wurde das Verfahren anfangs vor allem dazu genutzt, schnell (rapid) Prototypen und verhältnismäßig günstig z.B. von Werkzeugen oder Maschinenteilen zu fertigen, um daran weiterführende Untersuchungen vornehmen zu können. Die dafür notwendigen Daten kamen direkt aus den CAD-Programmen. Doch wie funktioniert das Verfahren? Man stelle sich vor, dass der herzustellenden Körper in viele sehr dünne, parallele Ebenen geschnitten wird. Jede dieser Ebenen lässt sich zum Beispiel mit einem an der Luft aushärtenden Kunststoffgemisch ausdrucken. So wird der Prototyp dann Schicht für Schicht aufgebaut. Mittlerweile ist dies, wenn auch noch recht teuer auch mit Textilien möglich. Erst erfolgreiche Versuche mit BHs wurden bereits durchgeführt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der BH könnte nach exakter Vermessung an den Körper angepasst werden. Druckstellen oder aufgeriebene Haut gehörten der Vergangenheit an.

Kleine Ursache – große Wirkung

Selbstverständlich gibt es auch noch weniger spektakuläre Verbesserungen, so wie „3D-Innovations“ von Jockey. Dank verbesserter Verarbeitungstechnik haben die Unterhosen des amerikanischen Wäscheherstellers eine perfekte Passform, die es so noch nicht gab. Hier wurde ein bekanntes Verfahren so modifiziert, dass eine räumliche Dehnung des Stoffes und damit die exakte Anpassung an die Körperform des Trägers ermöglicht wird.

Bildmaterial erstellt durch “Maksim Shmeljov”, Fotograf bei Fotolia.

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